Charakterbeschreibung: Der Weisse Engel

Viele wünschen sich einen Schutzengel, der sie in brenzligen Situationen beschützt, in anderen Fällen Glück bringt und ihre Handlungen in eine positive Bahn bringt.

Solche Engel existieren leider nicht. Im Gegensatz dazu gibt es jedoch den Weissen Engel. Der Weisse Engel ist einer der Arten Engel, die man sich nie gewünscht hat und nicht mehr losbekommt. Wer einmal an den Weissen Engel gerät, hat seine Seele dem Teufel offenbart.

Zur Erklärung dessen sollte man etwas ausholen. Wer dem Weissen Engel begegnet, macht zuerst die Erfahrung, daß der Weisse Engel dich schuften lässt. Währenddessen beobachtet er dich auf Schritt und Tritt.

Aber Achtung: Eine falsche Handbewegung oder ein kurzes Abschweifen des Blickes von der Arbeit und er eilt herbei und erklärt es dir nocheinmal. Da seine Aussprache nicht ganz lispelfrei ist, sein Atem nach totem Fisch stinkt (ist wohl normal bei Weisskopfseeadlern) und Essensreste der letzten 3 Tage wieder zum Vorschein kommen, versuchst du diesem Phänomen aus dem Weg zu gehen.

Doch weit gefehlt! Nur eine Abweichung, deines Handelns von seinen Anweisungen bedeutet eine erneute Abmahnung deines Geistes, womit wieder ein Stück deines Selbstvertrauens schwindet. Bei jedem dieser Ereignisse geht der Weisse Engel ein Stück weiter zurück in die Geschichte, denn die vorigen Erklärungen werden wiederholt, zudem kommt noch, daß einfachere Dinge wie – In welche Richtung drehe ich eine Schraube – und – Wieviele Schrauben kommen in fünf Gewinde hinein – zusätzlich der Erklärung bedarf. Auch daß das Kabel einer Bohrmaschine UNBEDINGT von der Seite der Bohrmaschine her aufgewickelt werden muss, gelangt in deinen Kenntnisbereich. Und ausserdem lernst du, daß es keine Andere Lösung gibt, als die, die er Vorschlägt.

Zu allem Übel labert diese Silberlocke dich an, wie Langsam du arbeitest und daß du deswegen irgendwann einmal auf die Schnauze fliegen wirst. Bei weiteren ungewollten Gesprächen erzählt dieser Mr. Butterfly wie toll er doch im Bett ist (ein wahrer Hengst) und dass ein 100 cm Diagonalspannweite messender Fernseher sein Wohnzimmer schmückt, seine Söhne hart arbeiten können und viel leisten, er jedoch immer noch der Beste sei.

Bei seinen Tischtennisspielen, die er sowieso meist verliert, sei er der einzige in der Mannschaft, der etwas leisten könne, da seine jungen Mitspieler nicht seine Schnelligkeit und Überlegenheit nicht hätten.

Die Schneekoppe behauptet sogar noch allen Erstes, und genau daran erkennt man wie kaputt er wirklich ist, daß ihm seine stupide, langweilige, eintönige Arbeit Spass mache…

Na dann viel Spass, Alter Sack!